Eine Serie von taz-Titeln zu Flüchtlingen: „Gut angekommen“

In den vergangenen zwei Woche hatten wir fast nur noch das Thema Flüchtlinge auf der taz-Titelseite. Hier eine Abfolge, der von mir gestalteten Titel, die auch ein wenig die Entwicklung mit allen Drehungen und Wendungen beschreibt.

„Wo Deutschland versagt“ (24.8.): die rechten Ausschreitungen in Heidenau, die schlechte Versorgung der Flüchtlinge in Berlin, die inszenierte Debatte über sichere Drittstaaten. Titelseite auf der auch ein Kommentar von mir stand.

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„Mehr davon, Frau Merkel“ (25.8.): Ein als appellierendes Lob gedachte Schlagzeile, die ich auch ein wenig der Hektik geschuldet war.  Merkels Pressekonferenz begann um 16.45 Uhr. Die Seite 1 muss üblicherweise erstmals um 17 Uhr zur Druckerei …   Nach längerem Nachdenken und einer bei mir wachsenden Enttäuschung über die Kanzlerin (die ich später hier thematisiert habe), hätte ich die Zeile am liebsten zurückgezogen und hab das am anderen Morgen auch in der Blattkritik so gesagt.

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„Achtung, Gefahrenzone!“ (26.8.): Nach den Ausschreitungen in Heiden auf stellt sich die Frage: Muss Sachsen von der Liste der sicheren Aufnahmeländer gestrichen werden? Leider fand die Einser-Konferenz, diese Frage sei zu lang als Titel. Also habe ich mich kürzer gefasst.

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„Dieser Zug endet hier“ (1.9.): Das Drama in Budapest beginnt. Flüchtlinge dürfen per Zug nach Österreich. Aber dürfen sie auch rein? Die Hektik der Zeilenfindung spiegelt sich auch im verboten wider.

Bildschirmfoto - 07.09.2015 - 08:40:05„Europas Rangierbahnhof“ (4.9.): Das Drama in Budapest läuft weiter. Flüchtlinge dürfen wieder in einen Zug, der fährt sie aber nur ins nächstgelegene Lager. Die Regierungen in Ungarn, Deutschland und Resteuropa schieben sich gegenseitig den schwarzen Peter zu.

Bildschirmfoto - 07.09.2015 - 08:37:11 „Gut angekommen“ (7.9.): Was für ein Wochenende. Die Regierungen von Deutschland, Österreich und Ungarn einigen sich spontan darauf, die Flüchtlinge ziehen zu lassen. Zehntausende reisen am Wochenende von Budapest nach Wien und meist weiter Richtung Deutschland. Hier werden sie von jubelnden Menschen am Bahnhof empfangen. Die Geschichte ist nicht vorbei, aber es tut gut, mal eine wirklich positive Nachricht auf der Eins präsentieren zu können.

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