taz-Titel: Feminismus und Repression in Uganda

Es gibt Tage, das bin ich vollkommen übezeugt, dass ich eine gute Idee für den Titel habe, kann mich dann aber doch nicht damit durchsetzen. Heute war so ein Tag. Simone Schlindwein, unsere Korrespondentin im zentralen Afrika, hat mal wieder eine äußerst spannende Geschichte aus Uganda geliefert. Dort kämpfen Frauen darum, dass es mehr und kostenlose Monatsbinden gibt, damit Mädchen durchgehend zur Schule gehen können. Stella Naynzi, eine landesweit bekannte Feministin, ist dewegen mittlerweile sogar im Gefängnis gelandet, weil sie – um die Gesellschaft aufzurütteln – nicht mit klaren Aussagen bei ihren Attacken gegen den Präsidenten spart.

Ihn und seine Frau, die Bildungsminsterin hat sie als „ein Paar Arschbacken“ bezeichnet. Und Frauen, die im Parlament sitzen, aber nichts oder zu wenig für die Emanzipation tun, als „Vaginas, die zeigen müssen, dass sie auch ein Gehrin haben“.

Genau diese provokative Klarheit wollte ich dann auch auf den Titel heben:

Aber bei der Seite-1-Konferenz stieß das auf entschiedene Ablehnung. Ein Kollege meinte, er würde sich schämen, wenn er mit so einer Titelseite in der U-Bahn gesehen würde. Andere fanden die Zeile zu missverständlich. Wieder andere wollte das Vagina-Zitat nicht auf der Eins haben, weil es diffamierend gegenüber Frauen sei oder so verstanden werden könnte.

Nun denn, ich habe meine Vorschlag dann zusammengeknittert und nur gemeldet, dass es in Uganda ein provaktives Thema gibt (wen zB. junge Frauen ihre selbst genähten Binden vor eine Kamera halten):

Bei Twitter wurde die Seite und das Thema überdurchschnittlich  viel geteilt und dsikutiert.

verboten, dass sich sonst seit längerem schon der FreeDeniz-Solidarität verschrieben hat, schließt sich dem Hauptthema der Seite an – und widmet sich ansonsten der Ankuntf des Messias:

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