taz-Titel: Schulz hat eine Idee

Ja, schon klar, viele denken, die Wahl da im September, die sei doch
schon gelaufen, auch, oder präziser formuliert: genau weil der
SPD-Kandidat Martin Schulz außer seinem Job als verglimmender
Hoffnungsschimmer noch nicht viel …

… doch was ist das?

Am Sonntag hat der Martin ein Chancenkonto angekündigt. Für alle
ArbeitnehmerInnen solle der Staat ordentlich Geld bereitstellen, damit
die sich auf eigene Initiative hin weiterbilden oder gleich den Sprung
in die Selbstständigkeit wagen können.

Aber hallo, das ist ja mal eine Idee!

Das klingt ja fast wie Grundeinkommen light.

Das müssen wir am Montag auf die Eins heben!
Da muss Klaus Hillenbrand kommentieren.
Und Pascal Beucker erklärend berichten.

Was für eine Chance, eine spannende Zeitung für den Montag zu machen.

 

NACHTRAG: eigentlich hatte ich ja auch eine Idee. Genauer gesagt, eine ganz andere. Bei den ersten dpa-Meldungen zum Chancenkonto hatte es noch geheißen, es gehe um 20.000 Euro. „Chance 20000“, dachte ich mir, wäre eine sehr hübsche Zeile, die bei Kennern gleich die 1998 von dem grenzgenialen Christopf Schlingensief initiierte Kunstpartei „Chance 2000“ in Erinnerung ruft, die mit tollen Slogans wie „Scheitern als Chance“ oder „Wähl dich selbst“ angetreten war.

Aber wie gesagt, der Erinnerungseffekt dürfte nur bei Kennern eintreten. So kann ich meine Erstidee für den Titel leider nur hier dokumentieren:

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