taz-Titel und Kommentar: Friedensmarsch nach Aleppo

Am zweiten Weihnachtsfeiertag ist es meistens sehr ruhig in der Redaktion, weil zum Glück eher wenig passiert. Eigentlich gibt es nur zwei Nachrichten: George Michael ist tot. Und in Berlin ist ein Friedensmarsch Richtung Aleppo aufgebrochen.

Eigentlich hatte ich überlegt, mit dem Popthema aufzumachen. Grundidee: „This year, to save me from tears … muss sofort beendet werden!“ Aber bei der Titelkonferenz hat das nur halbwegs überzeugt.

Später zeigte mir die Fotoredakteurin Petra Schrott das Bild einens Mannes, der zu Beginn des Friedensmarsches eine weiße Flagge hoch hält. Sehr beeindruckend. Und damit reizvoll für eine Titelseite, allemal für die taz. Aber können wir das machen? Wollen wir das machen? Sind die Friedensmarschierer nicht ein wenig naiv? Und müsste man nicht auf diese doch sehr naheliegende Frage im Blatt eine Antwort liefern, wenn man sie auf den Titel hebt?

Nach Rücksprache mit dem Meinungsredakteur, habe ich selbst dann als Kommentar so eine Art kleines Loblied auf die Naivität geschrieben.

verboten, die Europäerin unter den Seite-1-Kolumne, beschäftigt sich derweil nochmal mit den Folgen des Anschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt für die Grenzkontrollenforderer.

 

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