Unterm Rad: Bericht über von rechtsabbiegendem LKW überrollte Radfahrerin

Wenn man aus den Fenstern der taz-Redaktion schaut, erblickt man links die Kreuzung in der Nähe des Checkpoint Charlie. Dort ist immer viel los, Autos, LKW, Radfahrer und dazu die ganzen Touristen, die vom U-Bahn-Ausgang an den ehemaligen Grenzübergang strömen.

In den letzten drei Jahren  gab drei Tage, an denen es plötzlich gespenstisch ruhig wurde. Es fuhren keine Autos mehr, die Straßen waren gesperrt. Auf der Kreuzung stand stets ein LKW. Sehr schräg. Und darunter, das erfuhr man später, lag immer eine Frau. Und ihr zerdötschtes Fahrrad.

Nach dem dritten Mal hat es mir gereicht. Ich habe ein Warnschild an der Kreuzung aufgehängt. Es hielt immerhin gut zwei Monate.

Und es hatte eine überraschende Folge. Steffi Lang meldete sich bei mir. Sie war eine der drei Frauen, die dort überfahren wurden. Sie hat überlebt, so wie die beiden anderen Frauen auch, was man tatsächlich als Glück bezeichnen muss. Denn eine Studie zeigt: zwei von drei Menschen, die von LKW überfahren werden, sterben.

Steffi Lang ist heute schwerbehindert. Sie kann in ihrem Beruf nicht mehr arbeiten. Und sie hat sehr verständliche Forderungen an die Verkehrspolitik.

Jetzt habe ich ihre Geschichte für eine Seite 3 der taz aufgeschrieben. Und weil meine KollegInnen sie gut fanden – auch gleich noch die Titelseite.

In der Online-Version ist der Text noch ein wenig ausführlicher und mit wichtigen Links versehen. In Print sind allerdings die Fotos besser.

Bildschirmfoto - 05.06.2016 - 17:23:18

Und ein verboten gibt es auch noch, zu ein bis drei ganz anderen Themen:

Bildschirmfoto - 05.06.2016 - 17:45:50

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