„WANTED“: taz-Titel vom 28.4.15

Die neuste BND-Affäre stößt der SPD mächtig auf. SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi fordert personelle Konsequenzen, weiß aber noch nicht von wem. Auf dem taz-Titel vom 28. April haben wir ihr ein wenig Nachhilfe bei der Suche nach einem Schuldigen geleistet.

Und eine kleine Spielerei am Rande: der Wurm, den wir gestern schon auf der Titelseite hatte, hat es heute ins verboten geschafft,

Bildschirmfoto 2015-05-02 um 19.31.07

Die Texte unter den Fahndunsgfotos lauteten wie folgt:

WANTED Schuldiger für die BND-Affäre

Die SPD fordert personelle Konsequenzen, weiß aber noch nicht, von wem. Die Sozialdemokraten bitten daher um Ihre Mithilfe

Hinweise, gern auch vertraulich und ohne die Mithörer von der NSA, an Sigmar Gabriel oder an jeden SPD-Ortsverband

Thomas de Maizière (CDU),
Bundesinnenminister
War 2008 als Kanzleramtsminister zuständig für den BND, daher total schuldig. Muss uns aber gerade diese Flüchtlinge vom Leibe halten. Geht gar nicht.

Ronald Pofalla (CDU),
Lobbyist der Deutschen Bahn
War von 2009 bis 2013 Chef des Kanzleramts. Total schuldig. Kann dummerweise aber nicht zurücktreten, weil nicht mehr im Amt. Mist.

Peter Altmaier (CDU),
Kanzleramtsminister
Seit 2013 verantwortlich für den BND. Schuldig! Aber wer soll den ersetzen? Am Ende käme gar der Pofalla zurück. Geht also leider auch nicht.

Klaus-Dieter Fritsche (CSU),
Staatssekretär im Bundeskanzleramt
Zwar nicht Chef des Kanzleramtes, aber dort Beauftragter für den BND. Allerdings erst seit Januar 2014. Sein Rücktritt wäre unbefriedigend.

Angela Merkel (CDU),
Bundeskanzlerin
2008 und seither immer im Amt, ist als oberste Chefin für alles verantwortlich. Aber: Wir wollen ja unsere Koalition nicht gefährden. Sakrosankt.

Frank-Walter Steinmeier (SPD),
Bundesaußenminister
War unter Schröder auch mal Chef des Kanzleramts, hat zudem dies und das verbaselt. Aber der ist von uns, der muss natürlich bleiben.

Ernst Uhrlau,
Berater der Deutschen Bank
Von 2005 bis 2011 BND-Präsident. Superschuldig. Könnte nur als Gspusi der Deutschen Bank abtreten, was aktuell eher ein Geschenk wäre.

Gerhard Schindler (FDP),
Präsident des Bundesnachrichtendienstes
Seit 2012 im Amt. Hat als BND-Chef für Dirk Niebel mal einen Teppich ausgeflogen, ist aber an der BND-NSA-Affäre nicht ursächlich schuld. Hm.

Christian Schmidt (CSU),
Bundeslandwirtschaftsminister
Den kennt kein Schwein, auch hat er mit dem BND überhaupt gar nichts am Hut. Aber qua Amt das perfekte Bauernopfer. Der wär’s, oder?

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