Doppelter taz-Titel: Millionäre und Müller

Es gibt Tage, da ist richtig was los. Oder sagen wir mal: richtig was im Blatt. Heute zum Beispiel ein Interview mit Sarah Wagenknecht. Die führende linke Linke ist immer gut für ein paar gute Zitate, heute haben wir sie im großen Interview auf Seite 3.  Und auf der Titelseite, denn Wagenknecht fordert eine Vermögensabgabe für Reiche von 50 Prozent.

Da lässt sich was draus machen. Wie schon öfter spiele ich mit Klassikern aus dem Kulturbereich und produziere einen kleine Remineszenz an Klaus Staeck, der im Wahlkampf 1972 das Plakat „Deutsche Arbeiter! Die SPD will euch eure Villen im Tessein wegnehmen“ entwarf.

Auf dem taz-Titel heißt es nun:

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Aber nur in den für Westdeutschland gedruckten Ausgaben.

Für die in Ostdeutschland erscheinende Berlin-Ausgabe haben wir einen zweiten Titel produziert. Schließlich gibt es einen neuen Trend aus der Modehauptstadt zu vermelden:  hat sich Normcore durchgesetzt, sogar im Roten Rathaus. Der durch und durch unauffällige Michael Müller wurde von seiner SPD zum neuen Regierenden Bürgermeister nominiert.

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Dass man Müller dennoch nicht unterschätzen darf, schreibe ich in einer kleine Analyse auf Seite 4. Denn manchmal hilft ein Blick in die Archive. Auch Klaus Wowereit galt bei seinem ersten Wahlkampf vor 13 Jahren noch als politisches Gleichgewicht, dass zwischen den illustreren Gegnern wie Eberhard Diepgen und Gregor Gysi unterzugehen drohte.

 

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