Stinkefinger und Olympia-Verlierer: taz-Titel vom 17.3.15

Ganz Deutschland diskutiert über einen Finger. Den Mittelfinger des griechischen Finanzministers, den der vor Zeiten bei einem Vortrag Deutschland, also uns, hingestreckt haben soll. So wurde es zumindest bei Günter Jauch behauptet. Derweil wird in Frankfurt eröffnet die Europäischen Zentralbank, die als ein Teil der Troika für die Kontrolle der Griechen zuständig ist, ihren Neubau in Frankfurt/Main, der – ja, genau – ziemlich phallisch in den Himmel ragt. Und schon gibt es die Idee für die heutige taz-Titelseite.

Um die Klowandkrakelästhetik hinzubekommen, haben wir zu ganz alten Layout-Tricks gegriffen. Ein Ausdruck des Bank-Fotos ans Fenster gehängt, darüber ein Blatt Papier geklebt, unter dem das Foto noch durchscheint – und dann losgekitzelt. Das Ergebnis eingescannt, Bilder übereinander gelegt und fertig.

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Die Titelseite ist allerdings nicht in ganz Deutschland erschienen. Da wir Mitleid mit unseren Lesern in Hamburg haben, die sich jetzt für die Olympischen Spiele bewerben müssen, haben wir ihnen in der Nordausgabe eine eigene Seite 1 gegönnt.

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Kleine Gemeinheit am Rande: Das Olympische Ringe auf dem Foto hängen keineswegs in Hamburg, sondern in der glücklich, weil leer ausgegangenen Konkurrenzstadt Berlin.

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