Große Nummer: Innensenator Frank Henkel bei „Brinkmann & Asmuth“

Frank Henkel hätten wir schon seit längerem gerne mal in der Sendung gehabt. Jetzt hat es endlich geklappt und der Innensenator ist in unserer losen Reihe mit Spitzenkandidaten zur Abgeordnetenhauswahl ins Studio zur Aufzeichnung der Juni-Ausgabe von „Brinkmann & Asmuth“ gekommen.

Henkel B&A

Henkel ist ein guter Partner zum streiten. Und da ich zum Thema innere Sicherheit und Polizei auch so meinen Meinung habe, ist es wohl eine der flottesten Sendungen in der Reihe geworden. Nur Peter Brinkmann saß diesmal etwas sprachlos in der Ecke. Er nimmt es aber mit Humor.

Bei der Vorbereitung zur Sendung bin ich über eine kleine Unstimmigkeit im Rahmen der CDU-Wahlkampagne gestoßen. Um 50 Prozent, heißt es da, sei die Gefahr gesunken, in Berlin Opfer einer Gewaltat zu werden. Dieses Zahl kam mir erstaunlich hoch vor. Was lag also näher, als beim Fachmann nachzufragen. „Ich bin mir ganz sicher, irgendwo in der Polizeilichen Kriminalstatistik steht diese Zahl drin“, sagt Frank Henkel in der Sendung. „Sonst hätten wir sie doch gar nicht in die Öffentlichkeit gebracht“.

Das Problem ist nur: Nein, die Zahl steht nicht in der Kriminalstatistik. Tatsächlich sank die Gewalt gerade mal um 7 Prozent.

Das hatte Folgen. Es gab nicht nur einen Artikel in der taz, in dem Bert Schulz, Leiter der Berlinredaktion, mit meiner Zuarbeit den heiklen Punkt der Sendung beschrieb.

Mittlerweile hat die CDU ihren Fehler eingesehen und korrigiert.

Darüber berichten auch die Kollegen vom Tagesspiegel  in ihrem angebracht selbstverliebten morgendlichen Newsletter „Checkpoint“. Da schreibt Lorenz Maroldt folgendes:

Bildschirmfoto 2016-06-30 um 21.10.52

So hätte ich das natürlich nie formuliert.

NACHTRAG: Zwei Wochen nach der Erstsendung stehen die Videos jetzt endlich auch online. Sie wirken nach den heftigen Diskussionen der letzten Tage um die Rigaer Straße mittlerweile etwas aus der Zeit gefallen.

Aber immerhin lässt sich der Senator am Ende sogar dazu hinreißen, dass Berlin keinesfalls mit dm Chicago der 20er Jahre sei, sondern eine im europäischen Vergleich relativ sichere Stadt. Nur warum er dann unbedingt noch mehr Polizei für nötig hält, obwohl Berlin eh schon die höchste Polizeidichte Deutschlands hat, kann er auch auf mehrfache Nachfrage nicht wirklich erklären.

Teil 1:

Und hier der meiner Meinung nach entscheidendere Teil 2:

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